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17.08.2018, 11:20 Uhr | NWZ Online, Jasper Rittner, mit freundlicher Genehmigung
CDU will mit Berg hoch hinaus
Gleich im ersten Wahlgang reichte es für Markus Berg. Er sieht gute Chancen, dass die CDU im kommenden Jahr wieder das Bürgermeisteramt erobert.
Westerstede Die erste Hürde hat Markus Berg genommen: Am Mittwochabend um 21.49 Uhr verkündete Wahlleiter Jens Nacke das Ergebnis der Mitgliederversammlung. Mit 33 Stimmen reichte es für den 39-jährigen Westersteder CDU-Chef gleich im ersten Wahlgang zur absoluten Mehrheit. Ralf Denker bekam 21 Stimmen, Hansi Kuhlmann vier.
Die Westersteder CDU kürte ihren Bürgermeisterkandidaten: Markus Berg (Mitte., Ralf Denker (rechts) und Hansi Kuhlmann (links) unterlagen. Bild: Jasper Rittner

Zuvor hatten sich die drei Westersteder den anwesenden Parteimitgliedern im Waldhotel Wittenheim vorgestellt. Berg, der bereits seit zwölf Jahren im Rat sitzt, legte seine Schwerpunktthemen vor. Neue Wohngebiete will er anschieben, bezahlbaren Wohnraum auch für ältere Menschen schaffen. Auch der Breitbandausbau, mehr Hortplätze und ein Abbau der Verschuldung sind ihm u.a. wichtig. Aber: Eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer soll es mit ihm nicht geben. Ebenso sprach er sich gegen die Einführung von Straßenausbaubeiträgen aus.

Und was ist mit Verwaltungserfahrung? Diplom-Kaufmann Berg verwies darauf, dass er seit Jahren als Fraktionsgeschäftsführer der CDU in Oldenburg arbeitet, quasi als Bindeglied zwischen der Ratsfraktion und der Verwaltung.

Hansi Kuhlmann (46) wollte hingegen vor allem mit seiner Kompetenz im Bereich innere Sicherheit punkten. Er ist als Polizeihauptkommissar Experte ist in diesem Bereich. Ebenso in der Verkehrspolitik. Hier versprach er, für Verbesserungen in der Infrastruktur zu sorgen. Wie sein Ratskollege Berg hatte er zudem die Bereiche Wohnen, Gewerbe und Finanzen angesprochen. Thematische Unterschiede hatten die beiden jedoch nicht wirklich.

Dritter Kandidat war Ralf Denker (51). Der Dezernent beim Landkreis warf mehr als drei Jahrzehnte Verwaltungserfahrung in die Waagschale. Was ein Bürgermeister können muss, damit kenne er sich bestens aus. „Erfahrungskompetenz ist ganz wichtig“, betonte er. Und versprach, die Finanzen in den Griff zu bekommen, auch wenn die Ausgangslage alles andere als rosig sei. Da er kein Ratsmitglied ist, könne er den Blick von außen und frischen Wind mitbringen. Seine kompetente Vorstellungsrede kam gut an, reichte aber nicht, den Parteivorsitzenden zu überholen.

Am 26. Mai wird Markus Berg nun gegen Hilke Hinrichs (parteilos, derzeit Allgemeine Vertreterin von Bürgermeister Klaus Groß) sowie den Gastronomen Heinz Severin antreten. Für die SPD hat bisher nur Frank Lukoschus öffentlich seine Kandidatur angekündigt, für die UWG Michael Rösner. Die beiden müssen aber noch von ihren Parteien bestätigt werden.

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