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18.01.2019, 10:28 Uhr | NWZ, mit freundlicher Genehmigung
CDU/Grüne wollen keine weitere Bebauung zulassen
Rastede Mit großem Unverständnis reagiert die Mehrheitsgruppe CDU/Grüne im Rasteder Gemeinderat darauf, dass sich Grundstückseigentümer Michael Thie im Baugebiet „Alte Schloßgärtnerei“ in Rastede dem auferlegten Erhalt des Baudenkmals „Erdgewächs­haus“ offenbar durch eine Klage entziehen will. Das teilte die Gruppe am Donnerstag mit.
Baudenkmal: Das alte Erdgewächshaus in Rastede steht unter besonderem Schutz. Bild: Frank Jacob

„Dem Grundstückseigentümer müssen beim Erwerb des Baugrundstücks die Auflagen hinsichtlich des Baudenkmals bekannt gewesen sein, so dass sein aktuelles Vorgehen quasi einen Schlag ins Gesicht der Rasteder Geschichte darstellt“, schreiben Susanne Lamers (CDU) und Gerd Langhorst (Grüne) in einer Presseerklärung.

Die Fraktionsvorsitzenden weisen darauf hin, dass im Gemeinderat am 12. April 2011 die Aufstellung des Bebauungsplans „Alte Schloßgärtnerei“ beschlossen wurde, wobei explizit die denkmalschutzrelevanten Aspekte mit eingeflossen sind. Darüber hinaus sei das Erdgewächshaus im Verzeichnis der Baudenkmale gemäß Paragraf 3 des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes aufgeführt. Bereits 2011 hätten sich die Fraktionen „dafür ausgesprochen, dass das Erdgewächs­haus als Denkmal erhalten bleibt und wieder aufgebaut wird, erklärt Gruppensprecherin Susanne Lamers. „Deshalb wurde auch dieser Bereich explizit nicht als Baufeld im Bebauungsplan ausgezeichnet.“

Das Grundstück, auf dem sich das Baudenkmal befindet, habe im Übrigen als einziges Zugangsmöglichkeiten von der Straße Feldbreite erhalten. So sollte eine Kombination aus Wohnhaus und den Möglichkeiten einer Nutzung des Denkmals ermöglicht werden.

Sollte wider Erwarten die zur Entscheidung anstehende Klage des Grundstückseigentümers zu Lasten des Denkmalschutzes ausgehen und der Eigentümer einen Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes für eine weitere Bebauung stellen, wird die Gruppe CDU/Grüne diesem Änderungsantrag nicht zustimmen. Eine weitere Bebauung für diesen Bereich werde schon jetzt ausgeschlossen, heißt es in der Mitteilung.

„Wir fordern den Grundstückseigentümer auf, seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen und eine der Bedeutung des Erdgewächs­hauses entsprechende Nachnutzung zu ermöglichen“, betont Langhorst.

Zuletzt hatten Anwohner des Baugebietes „Alte Schloßgärtnerei“ mit einer Unterschriftenaktion ein deutliches Signal zum Erhalt des Baudenkmals gesetzt. Annähernd 100 Unterschriften kamen innerhalb kurzer Zeit zusammen.

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