Neuigkeiten

14.02.2018, 09:14 Uhr | NWZonline, Christian Korte, mit freundicher Genehmigung
Schnelle Kompromisse und harte Verhandlungen

Torsholt Ein kräftiges Frühstück und viel Werbung für die Arbeit der Arbeit der CDU in Stadt, Kreis, Land und Bund, das hatte der Vorstand der Westersteder Union um den Vorsitzenden Markus Berg für die Gäste beim Neujahrsempfang im Gasthof Dierks in Torsholt am Sonntagmorgen organisiert.

Neben Björn Thümler, Minister für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen und Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß traten auch der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Jens Nacke und der Bundestagsabgeordnete Stephan Albani ans Rednerpult.

Thümler, der für das Ammerland etwas untypisch im Trachtenjanker nach Torsholt gekommen war, hatte sich bei dieser Wahl durchaus etwas – oder an jemanden – gedacht. Nämlich an Horst Seehofer, demnächst vermutlich Innen- und Heimatminister in Berlin. Heimat habe viel mit den Menschen zu tun, die sich für diese engagieren. Und das täten viele der Gäste des Neujahrsempfangs. Immer mehr Menschen seien ehrenamtlich tätig, erinnerte Thümler, wenn auch oft anders und weniger kontinuierlich als früher.

Empfang mit viel Prominenz bei der CDU Westerstede (v.l.): Lars Schmidt-Berg, Claudia Beeken, Klaus Groß, Stephan Albani, Jens Nacke, Björn Thümler und Markus Berg . Bild: Korte

Mit Blick auf Hannover erinnerte der Minister an die schnelle und kompromissorientierte Regierungsbildung mit der SPD. Aus seinem eigenen Ministerium berichtete er unter anderem vom geplanten Ausbau der European Medical School Oldenburg-Groningen, die auch ohne eigenes Universitätsklinikum wachsen werde. In die Niederlande blickte Thümler auch beim Thema Multiresistente Keime. Dort gebe es damit weniger Probleme – die Forschung in Niedersachsen zu diesem Thema werde verstärkt.

Mit Blick auf Personaldiskussionen bei der Regierungsbildung im Bund sagte er, es sei ziemlich unerheblich, wer an der Spitze eines Ministeriums, er müsse nur die Fachleute dort hinter sich bringen.

Auch Jens Nacke blickte auf die Regierungsbildung zurück und auf ein Jahr, das viele politische Überraschungen mit sich gebracht habe – wie die Wahl eines SPD-Ministerpräsidenten durch die CDU. In einem Punkt korrigierte er Thümler: Ihm sei es nicht egal wer ein Ministeramt bekleide. Er freue sich, dass ein Vertreter des Oldenburger Landes an der Spitze des Ministeriums für Wissenschaft und Kultur stehe.

Ausführlich berichtete Stephan Albani vom Abschluss der Koalitionsverhandlungen mit der SPD. Ihn hätte die Kritik am Ergebnis überrascht. Der Koalitionsvertrag enthalte viele Unions-Programmpunkte – Kompromisse müssten aber akzeptiert, gestaltet und gelebt werden. Auch bei der Verteilung der Ministerien habe die CDU mit dem Wirtschaftsministerium ein extrem wichtiges Ressort besetzt.

Eine Personalentscheidung habe ihn aber doch überrascht, sagte Albani und schlug den Bogen zurück zu Horst Seehofer. Im Innenministerium habe er nicht unbedingt einen Bayern im vorgezogenen Ruhestand erwartet.

Diese Seite in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen:

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Yahoo! Bookmarks
  • Windows Live
  • Yigg
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon